Therapieforschung - Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Plastische Chirurgie

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Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und
Plastische Chirurgie

Therapieforschung

Die chirurgische Versorgung unserer Patienten geschieht auf dem höchsten Stand der Technik. Das beginnt mit der Versorgung „einfacher“ alltäglicher Verletzungen mit hochoptimierten standardisierten Verfahren und reicht bis zur individuellen Anpassung myoelektrischer Prothesen, die quasi über Gedanken gesteuert werden können. Was vor wenigen Jahren noch Science-Fiction war, ist heute zum Teil bereits Realität, und wir arbeiten bereits an der nächsten Evolutionsstufe.

Arbeitsgruppen

Prothetik/Arthrose

Leiter: Prof. Dr. med. F. T. Beil

Mitglieder: Prof. Braatz, Dr. Hawellek, Dr. Hubert, Dr. Spering, Dr. Weiser, Fr. Boxriker

Die Arbeitsgruppe befasst sich mit interdisziplinärer, translationaler, patienten- und krankheitsbezogener Forschung zu Themen aus dem Gebiet der Endo- und Exoprothetik sowie der Arthrose. Schwerpunkte der Arbeitsgruppe stellen u.a. die Analyse von periprothetischen Frakturen und von Gelenkknorpel-Kalzifikationen dar. Im Rahmen der Exoprothetikforschung und Mobility Solutions besteht eine fachliche Kooperation mit der Industrie und Nutzung ihrer Ganganalyse-Einheiten. Ziel der Arbeitsgruppe ist es, klinische Fragestellungen mithilfe grundlagenwissenschaftlicher Lösungsansätze zu analysieren, um einen Transfer zurück in die Patientenversorgung zu ermöglichen.


Orthobionik

Leiter: Prof. F. Braatz

Mitglieder: Prof. Braatz, Dr. Hawellek, Dr. Hubert, Dr. Spering, Dr. Weiser, Fr. Boxriker

Die Orthobionik umfasst die Technische Orthopädie und die Neuroorthopädie. Inhalt sind die orthopädietechnischen Hilfsmittel wie Orthesen und Prothesen, die zur Versorgung der Patienten mit Amputationen oder Lähmungen für eine bestmögliche Mobilität notwendig sind.

Seit 2011 werden an der privaten Hochschule Göttingen (PFH) Bachelor und Master-Studiengänge für Orthobionik angeboten. Dafür wurde das ZHT (Zentrum für Healthcare Technology) im Gebäude der UMG (Universitätsmedizin Göttingen) gegründet. Die Studiengänge umfassen Inhalte aus Medizin, Orthopädietechnik und Biomechanik. Sie qualifizieren die Absolventen für den eigenverantwortlichen Umgang mit anspruchsvoller und komplexer Technologie direkt am Menschen.

Durch die Versorgung mit einem orthopädietechnischen Hilfsmittel wird es den Patienten in den meisten Fällen ermöglicht, den Alltag selbstständig zu meistern, wie es ohne Hilfsmittel nicht möglich wäre.

In dem Biomechanik-Labor im ZHT werden Versorgungskonzepte der Prothetik, Prothesen, verschiedene Passteile und unterschiedliche Aufbauvarianten beurteilt. Ebenso können Orthesen nach Aufbau und Machart bei unterschiedlichsten Krankheitsbildern untersucht werden. Zur Verfügung stehen ein Ganganalysesystem, Druckmessplatten und ein Vermessungssystem für die Statik (L.A.S.A.R. Posture).

 

Unterschenkelprothese
Unterschenkel

 

Es kann damit der Einfluss unterschiedlicher Versorgungs- und Hilfsmittelsysteme auf den Bewegungsapparat untersucht werden.

Es bestehen Kooperationen mit dem Institute of Neurorehabilitation Systems von Prof. Farina und der Forschungsabteilung der Firma Otto Bock sowie vielen anderen Einrichtungen auch im Rahmen von Bachelor- und Master- Arbeiten. Der Forschungsbereich ist an verschiedenen Multi-Center MPG-Studien beteiligt. Regelmäßige Treffen mit anderen Arbeitsgruppen aus dem Bereich der Technischen Orthopädie finden im hier initiierten Forschungsnetzwerk TO (Research Cluster) statt.