Plastische Chirurgie-Sprechstunde - Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Plastische Chirurgie

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Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und
Plastische Chirurgie

Plastische Chirurgie-Sprechstunde

Team

PD Dr. med. G. Felmerer (Leitender Arzt Schwerpunkt Plastische und Ästhetische Chirurgie)

Dr. med. A. Stepniewski (Oberarzt)

Dr. A. Ahmadli (Facharzt)

Dr. J. Ernst

Dr. E. Klingelhöfer

G. Steinmetz

C. Glameanu

Sprechzeiten:

Montag 09.30 - 14.00
Freitag 08.00 - 10.00

Terminvergabe:

Tel. +49 551 39 8787

Leistungsspektrum

Überblick:

Durch Klicken auf den jeweiligen Begriff gelangen Sie zu den ausführlichen Beschreibungen. Darüberhinausgehende Informationen sind gerne auch auf Anfrage per E-Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) erhältlich.

Allgemeines

Die Plastische Chirurgie beschäftigt sich mit der Wiederherstellung der Körperkontur sowie der funktionellen Wiederherstellung von Patienten nach Unfällen, nach Tumorentfernungen oder auch bei angeborenen Fehlbildungen.

Die Plastische Chirurgie setzt sich im Wesentlichen zusammen aus den 4 Säulen:

  • Rekonstruktive Chirurgie
  • Ästhetische Chirurgie
  • Verbrennungschirurgie
  • Handchirurgie

Aktuelle operative Verfahren und modernste technische Ausrüstung werden zur umfassenden Behandlung von schwierigen und komplexen Wiederherstellungen z. B. nach Unfällen oder auch bei komplexen Resektionsoperationen nach Gewichtsabnahme angewandt. Unser Leistungsspektrum umfasst sämtliche Operationstechniken der Plastischen Chirurgie.

Wiederherstellungschirurgie

Nach Unfällen kommt es häufig zu ausgedehnten Weichteilschäden. Es wird das gesamte Spektrum der Weichteilrekonstruktion angeboten.

Es ist möglich Muskelfunktionen wiederherzustellen, auch wenn die betroffenen Muskeln seit Jahren nicht funktionieren. Ebenso können verletzte Nerven und Gefäße wiederhergestellt werden. Wir bieten das gesamte Spektrum der modernen Mikrochirurgie bis zum freien Gewebetransfer an. Die freien Transplantate werden unter einem Operationsmikroskop mit haarfeinen Fäden an das ortständige Blutgefäßsystem angeschlossen.

Muskelersatzplastiken:

Bei Ausfall einiger Muskelgruppen oder bei Lähmungen können oft aus der Umgebung Muskeln umgesetzt werden, um die ausgefallenen Funktionen zu ersetzen. Bereits seit den dreißiger Jahren werden diese Techniken eingesetzt und wurden im Lauf der Jahrzehnte immer mehr perfektioniert. So ist es heute in vielen Fällen möglich, die verloren gegangene Funktion nahezu vollständig wiederherzustellen. Die Erfolgsrate ist dabei abhängig von der Motivation des Patienten und von der Kraft der umgelegten Muskulatur. Wichtig ist vor allem ein vorheriges intensives Training der umzulagernden Muskeln. Eine so genannte Fallhand oder auch eine gelähmte Schulter muss nicht als schicksalshaft hingenommen werden. In einem ausführlichen ersten Gespräch nach einer körperlichen Untersuchung sowie ggf. zusätzliche neurologische Untersuchungen kann das für sie am besten geeignete Verfahren ausgesucht werden. Dabei gibt es Verfahren sowohl für die obere als auch für die untere Extremität.

Lymphchirurgie

Übersicht der chirurgischen Behandlung des Lymphödems

Chirurgie des Lymphödems:

Glücklicherweise kann durch eine konservative Therapie (Lymphdrainage und Kompression) ein Lymphödem in vielen Fällen gut behandelt werden, die meisten Ödeme bilden sich nach einem halben Jahr wieder zurück. Wenn nach diesem Zeitraum immer noch ein Lymphödem besteht, kann ein chronisches Krankheitsbild entstehen, ggf. mit lebenslangem Tragen von Kompressionsstrümpfen und regelmäßig durchzuführender manueller Lymphdrainage als Entstauungstherapie. Ein chronisches Lymphödem stellt eine starke Belastung für Sie als Patient-/in dar. Geschwollene Gliedmaßen z. B. können die Bewegung einschränken und führen zu einem erheblichen Leidensdruck. Wir bieten Ihnen das gesamte operative und konservative Spektrum zur Behandlung des chronischen Lymphödems an.

Lymphknotentransplantation:

Diese Methode besteht darin, entfernte Lymphknoten durch andere zu ersetzen. Dabei werden an einer Körperstelle, die über hinreichend viele Lymphknoten verfügt, Lymphknoten herausgenommen und an die Stelle der entfernten Knoten eingesetzt. Vorher wird geprüft, ob der Lymphfluss an der Spenderstelle unauffällig ist. Falls der Abfluss dort eingeschränkt sein sollte, darf keine Entnahme vorgenommen werden, da sonst ein neues Lymphödem entstehen könnte. An unserem Körper gibt es einige mögliche Spenderregionen: die Leisten, seitlich am Hals, die seitliche Brustkorb-Region und unterhalb der Hüften. Bei der Entnahme von Lymphknoten aus der Leiste besteht eine relativ hohe Gefahr, ein Beinlymphödem zu verursachen. Seitlich am Hals sind die meisten Lymphknoten lokalisiert, weswegen auch mehrere Knoten problemlos entnommen werden können ohne wirkliche Gefahr der Neubildung eines Lymphödems an der Spenderstelle. Die relativ zahlreichen transplantierten Lymphknoten können in der Empfängerregion eine erhebliche Verbesserung des Lymphflusses bewirken, weswegen wir diese Entnahmestelle bevorzugen und sehr gute Erfahrungen hiermit machen konnten.

Diese Technik wurde von der belgischen, in Paris praktizierenden Ärztin Dr. Corinne Becker seit den 1980er-Jahren entwickelt. Das Besondere daran ist, dass die Lymphknoten zusammen mit dem sie umgebenden Fettgewebe sowie je einer Arterie und einer Vene herausgetrennt werden. Dazu sind Einschnitte von nur fünf bis acht Zentimeter Länge notwendig. Die „vaskularisierten“ (lat. vasculum = „kleines Gefäß“) Lymphknoten kommen dann sofort in die Empfängerstelle. Unter dem Operationsmikroskop werden die Arterie und die Vene, die nur etwa einen halben Millimeter dick sind, mit Fäden dünner als ein menschliches Haar an eine Arterie und eine Vene in der Empfängerstelle angenäht. Der Grund dafür, dass die Lymphknoten samt ihrer umgebenden Fettschicht transplantiert werden, liegt an der „lymphangiogenetischen“ Eigenschaft dieses Fettgewebes. Das heißt, es kann neue Lymphgefäße bilden und in das umgebende Gewebe sprossen lassen. Dadurch werden die eingesetzten Knoten mit dem Lymphsystem verbunden. Doch vor dem Einsetzen der vaskularisierten Lymphknoten muss das durch die Bestrahlung vernarbte Gewebe gründlich entfernt werden. Denn dieses verhindert, dass sich neuen Lymphbahnen ausbilden können. Wichtig ist dabei, dass an der Entnahmestelle kein Schaden entsteht. Solche Operationen können nur von in der Supermikrochirurgie erfahrenen plastischen Chirurgen durchgeführt werden.

Fast alle Patienten beschreiben eine schnelle Reduktion der Schmerzen, eine zügige funktionelle Verbesserung und auch die Verhärtung des Gewebes geht schnell zurück. Der Umfang der Extremität geht nicht sofort zurück, sondern kann längere Zeit benötigen, je nach dem, wie viele Lymphknoten verpflanzt wurden. Nach etwa drei Wochen kann die konservative Behandlung (Lymphdrainage, Kompression) wieder aufgenommen werden. Bei etwa einem Drittel der Behandelten ist dies nicht mehr notwendig, bei einem Drittel nur noch in verringertem Maße, der Rest muss jedoch weiter therapiert werden wie vor der Behandlung.

Die Lymphknotentransplantation ist ein medizinisch notwendiger Eingriff, weswegen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten hierfür übernehmen. Bezüglich der beschriebenen Lymphknotentransplantation finden Sie auch einen interessanten Übersichtsartikel über die "Reparatur des Lymphödems" in der Zeitschrift "Lymphe und Gesundheit" Ausgabe 01-2013.

Lymphgefäßtransplantation:

Solange sich das Gewebe noch nicht dauerhaft verändert hat und die noch vorhandenen Lymphgefäße nicht verödet oder vernarbt sind, bestehen gute Chancen, den ursprünglichen ödemfreien Zustand durch eine Lymphgefäßtransplantation zu erreichen. Eine wesentliche Verbesserung Ihres Lymphödems ist in vielen Fällen zu erwarten, insbesondere wenn der Eingriff frühzeitig nach Entstehung des Lymphödems erfolgt, idealerweise nach einem halben bis hin zu einem Jahr nach Auftreten des Ödems. Geeignet sind Patienten nach Tumoroperationen oder Unfällen. Ähnlich wie eine Bypass-Operation am Herzen oder am Bein überbrücken die verpflanzten Lymphgefäße die Blockade und sichern einen Abfluss der Lymphe. Dabei werden von der Innenseite eines Oberschenkels unter der Voraussetzung, dass der Lymphabfluss in diesem Bereich intakt ist, zwei oder drei Lymphbahnen mit einer Länge von bis zu 30 cm entnommen und zur Reparatur von Defekten des Lymphgefäßsystems in anderen Körperregionen verwendet. Meist sind das die Achsel oder die Leiste zur Entstauung des Arms bzw. Beins. Seit 1985 wird diese Operation angewandt und führt in sehr vielen Fällen zu einer deutlichen Besserung des Beschwerdebildes. Inzwischen wurde die Methode in einigen Fällen auch erfolgreich zur Therapie sekundärer Kopf-Lymphödeme infolge von Krebs-Operationen („neck dissection“) und Bestrahlung von Lymphknoten im Halsbereich eingesetzt.

Die Lymphgefäßtransplantation ist ein medizinisch notwendiger Eingriff, weswegen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten hierfür übernehmen. Bezüglich weiterführender Informationen zur Lymphgefäßtransplantation finden Sie einen interessanten Übersichtsartikel über die "Reparatur des Lymphödems" in der Zeitschrift "Lymphe und Gesundheit" Ausgabe 01-2013.

Lympho-venöse Anastomosen (LV-Shunts):

Mit „Anastomosen“ bezeichnet man in der Medizin natürliche oder operativ hergestellte künstliche Verbindungen zwischen Blut- und / oder Lymphgefäßen. Die Lymphgefäß-Transplantation ist somit eine lympho-lymphatische Anastomose. Eine lympho-venöse Anastomose ist eine Verbindung zwischen Lymphgefäßen und Venolen (kleine Venen). Sie soll dazu dienen, die Lymphe noch vor der defekten Stelle des Lymphgefäßsystems in Venen einzuleiten. Das intakte Lymphgefäßsystem macht im Prinzip auch nichts anderes, wenngleich erst kurz vor dem Herzen. Dagegen wird bei diesem Verfahren die Lymphe bereits in der Nähe des Lymphödems in den Blutkreislauf eingeleitet. Lympho-venöse Anastomosen werden – vor allem in Italien (C. Campisi), Indien und China – bereits seit mehr als 35 Jahren praktiziert. In Deutschland wird diese Technik etwa bei Patienten mit einem Arm- oder Beinlymphödem mit starker Beteiligung der Hand bzw. des Fußes oder mit Genital-Lymphödem angewandt. Dafür müssen Lymphbahnen vorhanden sein, was man unter Umständen in einer vorausgehenden Lymphangiographie, manchmal aber erst während der OP feststellen kann.

Die Vorteile der lympho-venöse Anastomosen gegenüber den Transplantationen sind, dass dabei nur kleine Schnitte gemacht werden müssen und dass auf die Entnahme von Lymphgefäßen bzw. -knoten aus einer nicht betroffenen Körperstelle verzichtet werden kann. Allerdings beschränkt sich diese Entstauung nur auf ein kleines Areal um die Anastomose herum. Deshalb müssen oft sehr viele Anastomosen über eine größere Fläche angelegt werden.

Auch die Anlage lympho-venöser Anastomosen (LV-Shunts) ist ein medizinisch notwendiger Eingriff, weswegen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten hierfür übernehmen. Bezüglich weiterführender Informationen zur Anlage lympho-venöser Anastomosen (LV-Shunts) finden Sie einen interessanten Übersichtsartikel über die "Reparatur des Lymphödems" in der Zeitschrift "Lymphe und Gesundheit" Ausgabe 01-2013.

Lymphchirurgie bei genitalem Lymphödem:

Bei Frauen:
Ein chronisches Genitallymphödem kann für die Betroffenen sehr belastend sein. Lymphzysten sind oft Eintrittspforten für Bakterien, häufige Wundrosen (Erysipele) können auftreten. Stärkere Ausprägungen können den Geschlechtsverkehr beeinträchtigen.

Die konservative Therapie kann manchmal die Spätfolgen nicht aufhalten, eine Bandagierung der Region ist schwierig. Eine Operation kann eine dauerhafte Verbesserung der Situation herbeiführen. Lymphzysten und Lymphödem bilden sich vor allem in den Regionen, die mit einer besonders dünnen Haut überzogen sind, bei der Frau sind dies die äußeren Schamlippen, beim Mann die Haut des Hodensackes. Werden nun Anteile dieser Haut entfernt, so wird das Ödem in Zukunft weniger stark auftreten. Die Lymphzysten oder die ausgeprägten Schwellungen werden hauptsächlich an den großen Schamlippen auftreten, seltener auch an den kleinen oder inneren Schamlippen.

Die Korrekturoperation beinhaltet eine Abtragung der Lymphzysten und eine Verkleinerung der äußeren und/oder inneren Schamlippen. Am Anfang wird ein sehr jugendliches Aussehen erreicht, nach einigen Monaten bildet sich wieder eine etwa altersgerecht aussehende Form. Die Narbenbildung ist selten ein Problem, durch speziell plastisch-chirurgische Nahttechniken mit sich auflösendem Fadenmaterial kann eine optimale Wundheilung und Narbenbildung erzielt werden.

Bei Männern:
Das Genitallymphödem ist eine schwere Last für die betroffenen Patienten. Schmerzen beim Urinieren, Laufen und beim Geschlechtsverkehr sind die Hauptprobleme und eine Beeinträchtigung der Lebensqualität ist unvermeidbar Da das Genitallymphödem häufig gemeinsam mit einem Extremitätenödem auftritt, muss die Therapie darauf abgestimmt werden. Bei der Vielzahl der Patienten mit Lymphödem ist die maximal erfolgsversprechende Therapiemethode die „komplexe physikalische Enstauungstherapie (KPE)“, die ambulant oder stationär durchgeführt werden kann. Dabei wird die Haut saniert, danach folgen die manuelle Lymphdrainage, spezielle Kompressionsbandagen und entstauende krankenqymnastische Bewegungsübungen.

Nach einer intensiven Entödematisierung des Genitallymphödems sowie des häufig begleitenden Beinlymphödems kann die Entfernung von krankhaft verändertem Gewebe erfolgen. Bei einem ausgeprägten Genitallymphödem in Kombination mit Mons Pubis-Ödem (Schwellung im Bereich von Schamhügel) und eingegrabenem Penis ist eine Rekonstruktion der Genitalregion notwendig. Dabei wird die Resektion von erkranktem Gewebe im Schamhügelbereich sowie eine Neuplatzierung der Peniswurzel unabdingbar.

Postoperativ zeigt sich eine deutliche Reduktion der Erysipelhäufigkeit und der Notwendigkeit bzw. Dosierung der Antibiotika. Trotz dessen kann es zum erneuten Auftreten von Lymphödem- oder Lymphzysten in der Genitalregion kommen. Diese sind aber mit der präoperativen Ausprägung nicht zu vergleichen und können in den kleineren Eingriffen entfernt werden. Daher ist durch diese Operation eine deutliche Erhöhung der Lebensqualität möglich.

Lymphangiome:

Bei diesen seltenen angeborenen Fehlbildungen des Lymphödems kann es zu Entstellungen an der Körperoberfläche kommen, manchmal auch mit Behinderungen. Nach genauer diagnostischer Abklärung, oft durch Kernspintomographie, kann genau festgelegt werden, ob diese Lymphangiome einem operativen Eingriff zugänglich sind oder ob mit einem komplikationsreichen Verlauf gerechnet werden muss und somit von einer Operation eher abzuraten ist. Auch in diesen Fällen können wir eine umfassende Beratung anbieten und eine weitergehende Behandlung in lymphologischen Fachkliniken einleiten.

Körperformung und Hautstraffung / Gewebsreduktionsplastiken

Übersicht über Gewebsreduktionsplastiken

Hautstraffungsoperationen:

Durch moderne so genannte bariatrische Operationen kann heutzutage eine nachhaltige Gewichtsreduktion erreicht werden. Diese Eingriffe werden in der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie unseres Hauses sowie in anderen allgemeinchirurgischen Zentren durchgeführt. Einige Zeit nach diesen Operationen kommt es dann zur erheblichen Gewichtsabnahme mit hängenden Hautfalten am gesamten Körper.

Körperstraffung der oberen Körperhälfte:

Es wird das gesamte Spektrum an hautstraffenden Operationen angeboten, auch aktuelle Straffungsoperationen wie z. B. komplettes Oberkörperlift (total Bodylift). Dieser Eingriff beinhaltet die Straffung der Oberarme, des Brustkorbs und beider Brüste. Bei Frauen kann zusätzlich überschüssiges Gewebe an der seitlichen Thoraxwand für eine Brustvergrößerung verwendet werden. Damit kann häufig das Einsetzen einer Silikonprothese vermieden werden. Bei Männern kann eine dauerhafte Abflachung des Brustkorbes erreicht werden. Hängende unschöne Falten an der Brustvorderseite (Männerbrust) kann ebenfalls dauerhaft beseitigt werden.

Oberarmstraffung:

Bei einer Oberarmstraffung wird überschüssiges Gewebe oder erschlaffte Haut dauerhaft entfernt, die Narben liegen an der Innenseite des Armes und können gut verborgen werden. In einigen Fällen ist zusätzlich eine Erweiterung des Schnittes über die Achselhöhle notwendig. Aufgrund unserer besonderen Expertise im Bereich der Lymphologie erfolgt eine spezielle Behandlung der Achselhöhle, um die Ausbildung eines postoperativen Lymphödems zu vermeiden. Gleichzeitig kann in vielen Fällen auch eine Verminderung der Schweißdrüsen sowie eine Verminderung der haartragenden Haut erzielt werden. Somit kann in einer Operation das überschüssige Gewebe des Oberarms und der Achselhöhle entfernen und eine unangenehme Schwitzneigung bzw. Achselbehaarung hierdurch dauerhaft behoben werden.

Bruststraffung / Brustreduktion:

Patientinnen mit stark vergrößerten Brüsten haben häufig einen starken Leidensdruck. Striemen im Schulterbereich, Rückenschmerzen sowie Ausschläge in der Umschlagsfalte schränken die Patientinnen in ihrem alltäglichen Leben ein. Eine Brustverkleinerung kann hier Erleichterung bringen. Moderne Operationsverfahren und narbensparende Techniken werden eingesetzt. In einigen Fällen kann hier auch eine Übernahme der Kosten durch die Krankenkassen veranlasst werden. Bitte sprechen Sie uns an, wir können Ihnen bei der Erstellung eines entsprechenden Gutachtens zur Klärung der Kostenübernahme verhelfen.

Körperstraffung der unteren Körperhälfte:

Nach starker Gewichtsabnahme und bei alters- oder anlagebedingter Erschlaffung der unteren Körperregionen kann durch eine Straffung der unteren Körperhälfte wieder ein normales Erscheinungsbild erreicht werden. In einem oder in mehreren Eingriffen werden an unserer Klinik beide Oberschenkel, die Bauchdecke, die Flanken und die Gesäßregion gestrafft.

Die überschüssige Haut kann in allen Richtungen optimal gestrafft und verteilt werden. Die Narben, die hierbei entstehen, werden in die Bikinizone gelegt und können gut verborgen werden. Diese Operation ist nicht zur Behandlung von Übergewicht vorgesehen, wir arbeiten jedoch innerhalb des interdisziplinären Adipositaszentrums der Universitätsmedizin Göttingen mit darauf spezialisierten Abteilungen zusammen. Auch vor einer geplanten Gewichtsabnahme beraten wir gerne über Operationen zur Hautstraffung, die evtl. später auf Sie zukommen.

Oberschenkelstraffung:

Durch eine angepasste Schnittführung mit einer speziellen Präparation in der Tiefe können tiefliegende Lymphgefäße des Oberschenkels geschont werden. Die spezielle daran anschließende lymphologische konservative Therapie mit Kompressionsstumpfhosen und Lymphdrainage kann die Ausbildung von Beinschwellungen deutlich reduzieren.

Brustchirurgie

Übersicht Brustchirurgie

Brustrekonstruktion:

In der heutigen Zeit ist die Brustamputation eine Seltenheit geworden. Durch moderne operative Verfahren und entsprechende unterstützende Behandlungen wie Chemotherapie und Bestrahlung werden die meisten Brustkrebspatientinnen brusterhaltend operiert. In einigen Fällen besteht jedoch die Notwendigkeit so viel Brustgewebe zu entfernen, dass ein Haut-/ Weichteildefekt verbleibt. Durch moderne mikrochirurgische Techniken kann eine Brust mit Eigengewebe vom Bauch wiederaufgebaut werden. Wir bieten mit dem so genannten DIEP-Lappen (DIEP = Deep Inferior Epigastric Perforator, ein Perforanslappen der A. epigastrica inferior) oder dem TRAM-Lappen (TRAM = Tranverse Rectus Abdominis Musculocutaneous flap, ein Muskel-Unterhaut-Lappen mit dem geraden Bauchmuskel) die beiden hierzu am häufigsten eingesetzten Verfahren an. Bei dieser Operation wird überschüssiges Gewebe vom Unterbauch verwendet, um daraus eine Brust zu formen. Unter dem Mikroskop werden feine Blutgefäße zur Durchblutung des Hautweichteillappens angeschlossen. Durch diesen aufwendigen mikrochirurgischen Eingriff wird in den meisten Fällen die Einlage eines Silikonimplantates überflüssig. Die Narbe am Unterbauch kann in der Bikinizone gut verborgen werden und die gleichzeitig durchgeführte Bauchstraffung führt zu einem flachen Bauchansatz.

Brustaufbau bei Patientinnen mit chronischem Armlymphödem:

Ein Brustaufbau bei chronischem Armlymphödem birgt Risiken. Durch eine ungünstige Schnittführung kann sich ein bestehendes Lymphödem verschlechtern. Eine postoperative Infektion kann ebenso zu einer Verdickung des Arms nach Brustaufbau führen. Durch spezielle Techniken und spezielle Anschlussgefäße mit lymphschonenden Zugängen können unerwünschte, verstärkte Schwellungen des Armes nach der Operation vermieden werden. Wir empfehlen diesen Patientinnen auch eine vorherige Entstauungstherapie in einer lymphologischen Fachklinik durchzuführen. Die postoperative Anschlussheilbehandlung in einer lymphologischen Fachklinik kann ebenfalls von uns veranlasst werden. Sprechen Sie uns darauf an, wir können dies in vielen Fällen für Sie im Vorfeld organisieren. Von einem Brustaufbau mit Eigengewebe des Rückens raten wir Patientinnen mit Armlymphödemen ab; der Lymphabfluss des zugehörigen Rumpfquadranten kann durch Schnitte am Rücken zusätzlich verschlechtert werden, in vielen Fällen verschlechtert sich somit auch das Armlymphödem. Ein geeignetes Aufbauverfahren für Patientinnen mit Lymphödem ist z.B. die Verwendung von Eigengewebe des Unterbauchs mittels TRAM-Lappen oder DIEP-Lappen.

Bruststraffung / Brustreduktion:

Patientinnen mit stark vergrößerten Brüsten haben häufig einen starken Leidensdruck. Striemen im Schulterbereich, Rückenschmerzen sowie Ausschläge in der Umschlagsfalte schränken die Patientinnen in ihrem alltäglichen Leben ein. Eine Brustverkleinerung kann hier Erleichterung bringen. Moderne Operationsverfahren und narbensparende Techniken werden eingesetzt. In einigen Fällen kann hier auch eine Übernahme der Kosten durch die Krankenkassen veranlasst werden. Bitte sprechen Sie uns an, wir können Ihnen bei der Erstellung eines entsprechenden Gutachtens zur Klärung der Kostenübernahme verhelfen.

Brustvergrößerung:

Eine starke Abflachung der Brüste oder eine Asymmetrie mit ungleichem Aussehen beider Brüste beeinträchtigen viele Frauen. Durch die Verwendung von texturierten silikongelgefüllten Prothesen nach höchsten Sicherheitsstandards kann eine dauerhafte Brustvergrößerung erzielt werden. Eine Anprobe mit einem speziellen Anpass-System und spezieller Probeprothesen vor der Operation kann bereits bei der ersten Vorstellung in der Ambulanz eine gute Vorstellung vermitteln wie das endgültige Ergebnis aussehen kann. Hierbei stehen mittlerweile sehr viele verschieden ausgeformte Implantate zur Verfügung und je nach Körperbau kann das in der Größe als auch in der Form passende Implantat für Sie ausgewählt werden.

Brustwarzenrekonstruktion:

Nach erfolgreicher Brustrekonstruktion kann entweder noch im gleichen Eingriff oder zeitversetzt in einer separaten Operation eine Brustwarzenrekonstruktion erfolgen mittels verschiedener Operationstechniken, die wir je nach Befund und Ihren Wünschen wählen. Eine Neubildung des Warzenvorhofes (Areola) kann im Anschluss durch eine medizinische Brustpigmentierung in Harmonie mit der gesunden Gegenseite erreicht werden.

Operative Therapie des Lipödems (Liposuktion bzw. Gewebereduktion beim Lipödem)

Übersicht Behandlungsspektrum Lipödem / Adipositas

  • Konservative Therapieansätze (Manuelle Lymphdrainage, Kompressionstherapie)
  • Möglichkeit der Anbindung an unser interdisziplinäres Adipositaszentrum je nach Wunsch
  • Liposuktion nach Ausschöpfen der konservativen Therapiemaßnahmen

Das Lipödem ist eine anlagebedingte Vermehrung und Erkrankung des Fettgewebes, nahezu ausschließlich findet man Lipödeme bei Frauen. Selbst bei schlankem Oberkörper kann eine starke Umfangsvermehrung der Beine bzw. des Gesäßes festgestellt werden. Gelegentlich finden sich ziehende Schmerzen, oftmals grübchenartige Einziehungen. Immer sind die Knöchel und der Fußrücken von der Fettgewebsvermehrung ausgespart. Es findet sich ein scharfer Übergang vom Fettgewebsüberschuss der Unterschenkel zum schlanken Fuß. Zugrunde liegt eine angeborene Bindegewebsschwäche mit einer Schädigung der kleinsten Blutgefäße. Hierdurch wird vermehrt Fettgewebe im Bereich der unteren Körperhälfte angesammelt. Oft besteht auch eine Neigung zu Blutergüssen bei kleinsten Verletzungen und es können ziehende bzw. drückende Schmerzen auftreten.

Wenngleich die konservative Therapie wie Kompressionsbehandlung in Kombination mit Lymphdrainage sowie Bewegungstherapie zu einer Besserung des Beschwerdebildes führen kann, bilden sich doch die Fettdepots nur in seltenen Fällen wieder komplett zurück. Bei Patienten, die eine erfolglose konservative Therapie hinter sich haben und die sich in einem guten Allgemeinzustand befinden, kann eine deutliche Verbesserung des Erscheinungsbildes durch eine Fettabsaugung erreicht werden. Eine Fettabsaugung sollte nicht durchgeführt werden bei starker Schwellneigung der Beine bzw. bei einem chronischen Lymphödem. Bei einem Lymphödem finden sich Schwellungen der Knöchelregion und des Fußrückens, wobei sich tiefe Dellen eindrücken lassen. Eine gelegentliche Schwellneigung, vor allem unter Belastung, ist jedoch kein Ausschlusskriterium für die Operation. Ungeeignet für die Fettabsaugung sind stark adipöse Patienten - eine Liposuktion kann keine Diät ersetzen. Falls vor der gewünschten Operation Krampfadern (Varizen) vorliegen, so sollten diese idealerweise ein halbes Jahr vor der Operation entfernt werden. Wir bieten ebenfalls die Durchführung eines Varizenstrippings bzw. Krampfaderentfernung über kleine Schnitte an. Dies bietet Vorteile, da die Schnittführung für die spätere Fettabsaugung genutzt werden kann, insbesondere wenn der gleiche Operateur das Varizenstripping und die Fettabsaugung durchführt. Bei stark geschädigtem Venensystem insbesondere mit einem Verschluss des tiefen Beinvenensystems, raten wir von einer Fettabsaugung der Beine ab. Eine Ultraschalluntersuchung, bei der der Zustand Ihres Venensystems genauestens untersucht wird, kann von uns veranlasst werden.

Der Eingriff wird in der Regel in Vollnarkose durchgeführt und wir überwachen die Patienten eine bis zwei Nächte nach der Operation in unserer Klinik, um eine evtl. Kreislaufreaktion nach der Fettabsaugung sofort behandeln zu können. Am Operationstag wird mit der Mobilisation begonnen, so bald die Kreislauffunktionen dies zulässt. Körperliche Schonung ist oft nur für einige Tage erforderlich, nach ca. einer Woche kann mit einer vollständigen Arbeitsfähigkeit gerechnet werden. Zur Unterstützung des Lymphabtransports nach der Operation empfehlen wir das Tragen einer Kompressionsstrumpfhose zwischen 6 Wochen und 3 Monate nach der Operation.

Durch eine Fettabsaugung beim Lipödem können gute ästhetische Ergebnisse erzielt werden, in manchen Fällen ist jedoch eine spätere Hautstraffung erforderlich, insbesondere wenn die Haut durch die Ansammlung der größeren Fettdepots stark vor der Operation überdehnt war. In diesen Fällen kann durch eine Gewebsreduktionsplastik die überschüssige Haut entfernt werden, wobei wir die volle Bandbreite der Hautstraffung/ Gewebsreduktionsplastiken zur Körperformung anbieten (siehe Körperformung und Hautstraffung / Gewebsreduktionsplastiken).

Ästhetische Chirurgie

Übersicht Ästhetische Chirurgie

Ober- und Unterlidstraffung:

Die Augenregion nimmt eine entscheidende Position in der zwischenmenschlichen Kommunikation auf der non-verbalen Ebene ein. Häufig sind es altersbedinge ästhetische Aspekte, die zu einem chirurgischen Eingriff im Sinne einer Lidstraffung (Blepharoplastik) führen. Die häufigste Operation ist hierbei die Oberlidstraffung, welche an unserer Klinik mit Lokalanästhesie als ambulante Operation angeboten wird, so dass Sie die Klinik schon wenige Stunden nach der erfolgreichen Operation wieder verlassen können. Postoperativ sollten anstrengende Aktivitäten vermieden und die Augenpartie sollte regelmäßig gekühlt werden. Wir bieten die volle Bandbreite der ästhetischen Lidchirurgie mit einer entsprechend umfassenden Nachsorge durch unser Ärzteteam in der Klinik.

Otoplastik:

Abstehende Ohren sind eine häufige Deformation, die meistens beide Ohren betrifft. Meist sind es die Eltern, die ihren Kindern im schulfähigen Alter Anspielungen ihrer Mitschüler ersparen wollen. Wir empfehlen daher auch eine Korrekturoperation vor der Einschulung mit 5 Jahren, um psychische Belastungen der Kinder zu vermeiden. Kinder in diesem Alter sind ausreichend kooperativ und die Ohren sind gut ausgeformt und in ihrer Erscheinung stabil. In der Regel führen wir diesen Eingriff bei Kindern in Vollnarkose mit einem kurzen stationären Aufenthalt durch. Nach dem Eingriff wird 7-10 Tagen postoperativ ein Verband über die Ohren gelegt, zu dieser Zeit sollte der Patient wenn möglich nicht auf der Seite schlafen. Zusätzlich wird das Tragen eines Stirnbandes für 2-3 Wochen postoperativ nachts empfohlen, um den Erfolg der Operation zu garantieren. Es folgt selbstverständlich durch unser Ärzteteam eine umfassende ambulante Nachsorge nach jedem Eingriff.

Brustvergrößerung:

Eine starke Abflachung der Brüste oder eine Asymmetrie mit ungleichem Aussehen beider Brüste beeinträchtigen viele Frauen. Durch die Verwendung von texturierten silikongelgefüllten Prothesen nach höchsten Sicherheitsstandards kann eine dauerhafte Brustvergrößerung erzielt werden. Eine Anprobe mit einem speziellen Anpass-System und spezieller Probeprothesen vor der Operation kann bereits bei der ersten Vorstellung in der Ambulanz eine gute Vorstellung vermitteln wie das endgültige Ergebnis aussehen kann. Hierbei stehen mittlerweile sehr viele verschieden ausgeformte Implantate zur Verfügung und je nach Körperbau kann das in der Größe als auch in der Form passende Implantat für Sie ausgewählt werden.

Bauchdeckenstraffung:

Nach Gewichtsverlust oder Schwangerschaft sehen sich viele Patienten mit Hautüberschuss im Bereich des Unterbauches konfrontiert. In diesen Fällen stellt die Bauchdeckenstraffung (Abdominoplastik) als ein wenig belastender Eingriff ein geeignetes Verfahren dar, um das überschüssige Gewebe oder die erschlaffte Haut dauerhaft zu entfernen. Zusätzlich ist es möglich, den muskulären Anteil der Bauchwand zu straffen, um auch die Taillenform zu verbessern. Auch eine Kombination mit der Liposuktion des Bauches ist möglich. Der Eingriff wird im Rahmen eines stationären Aufenthaltes und in Vollnarkose durchgeführt.

Narbenkorrekturen nach Unfällen und Korrektur von Verbrennungsnarben:

Nach schweren Unfällen verbleiben manchmal störende wulstige oder eingezogene Narben. Diese Narben können durch moderne plastisch-chirurgische Verfahren korrigiert werden wenn konservative Behandlungsmethoden wie z.B. Kompressionsdruckverbände mit Silikon oder die Einspritzung von entzündungshemmenden Substanzen in die Narbe erfolglos geblieben sind.

Wenn durch eine Narbenverkürzung oder ein vernarbtes Gewebe Hautnerven (Neurome) oder auch Stammnerven eingeklemmt sind, so können diese durch mikrochirurgische Verfahren ebenfalls versorgt werden. Eine Schmerzlinderung, selbst von langjährigen chronischen Beschwerden, ist so oft möglich.

Gerade durch Verbrennungsverletzungen entstehen ausgedehnte Narbenstellen, welche auch das Bewegungsausmaß behindern kann. Hier kommen so genannte Gewebeexpander zum Einsatz, wobei gesunde Haut und Weichteilgewebe durch Einlage eines Silikonballons aufgedehnt wird. Die dadurch gewonnene Haut wird dann in einem späteren Eingriff in das Narbengebiet eingeschwenkt. In vielen Fällen ist es hierdurch möglich, den Großteil der Narbe zu entfernen. Weitere angewandte Verfahren sind lokale (örtliche) Lappenplastiken wie z.B. die Z-Plastik. Besonderer Wert wird auch auf eine sachgerechte Nachbehandlung und Narbenvermeidung gelegt. Bei Neigung zu wulstigen Narben kann frühzeitig eine Silikonauflage zur Vorbeugung verwendet werden.

Narbenkorrekturen im sichtbaren Körperbereich (Gesicht, Hände) als auch Narben, die zu Bewegungseinschränkungen führen, sind Kassenleistungen. Bei allen weiteren Narben sollte vor der operativen Behandlung eine Kostenübernahme durch Ihre Krankenkasse vorher abgeklärt werden. Ein entsprechender Brief zur Vorlage bei der Krankenkasse wird bei der Erstvorstellung durch uns aufgesetzt.

Kontakt

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Sprechzeiten:
Montag 09.30 - 14.00 Uhr
Freitag 08.00 - 10.00 und 11.00 - 14.30 Uhr

Terminvergabe:
0551 - 39 8787

Wenn Sie privat versichert sind oder sich für eine ästhetische Operation interessieren, vereinbaren Sie bitte einen Termin unter der Nummer 0551 - 39 12252.

FAQ

Häufige Fragen zur Fettabsaugung bei Lipödem

  1. Ist das Ergebnis von Dauer? Können sich die abgesaugten Fettdepots wieder auffüllen?

    In der Regel ist das Ergebnis von Dauer. In seltenen Fällen, etwa bei hormonellen Störungen oder bei starken Funktionsstörungen der Schilddrüse, kann Fettgewebe nachwachsen. Bei erheblicher Gewichtszunahme nach der Operation kann ebenfalls eine Vermehrung des Fettgewebes in den behandelten Regionen erfolgen. Unserer Erfahrung nach nehmen Patienten jedoch nach einer Fettabsaugung an allen Körperstellen gleichmäßig zu; eine übermäßige Fettgewebszunahme an den behandelten Stellen lässt sich zumeist nicht beobachten.

  2. Bleiben sichtbare Narben oder Dellen zurück?

    Durch schonende Absaugmethoden und besondere Techniken wird eine Dellenbildung weitestgehend vermieden. Die entstehenden Narben sind maximal fünf Millimeter lang und sehr unauffällig. Unmittelbar nach der Operation noch leicht gerötet, sind sie nach einem halben bis ganzen Jahr kaum mehr sichtbar.

  3. Ab welchem Lebensalter kann oder sollte man frühestens eine Fettabsaugung durchführen?

    In der Regel erst nach Abschluss des Wachstums. In sehr seltenen Fällen, etwa bei einer angeborenen Neigung zu Fettgewebswucherungen, kann auch schon früher eine Fettabsaugung durchgeführt werden. Solche Fälle sollten jedoch sehr sorgfältig geprüft werden.

  4. Ist der Eingriff schmerzhaft?

    Größere Fettabsaugungen führen wir in der Regel in der sogenannten Allgemein-/ Vollnarkose durchgeführt, wobei Sie hierdurch selbstverständlich keine Schmerzen spürt. Schmerzen nach dem Eingriff können wirkungsvoll mit Schmerzmitteln bekämpft werden.

  5. Darf man nach der Operation in den Urlaub fliegen und sich der Sonne aussetzen?

    Das Gewebe braucht einige Monate Zeit, um sich komplett wieder zu normalisieren. In dieser Zeit kann es zu vorübergehenden Schwellungszuständen kommen. Mit Sonnenbestrahlung und in heißer Umgebung werden diese Schwellungen noch gefördert. Wir empfehlen daher, sich etwa drei Monate nach der Fettabsaugung nicht direkt in der prallen Sonne aufzuhalten und ebenso Sauna und Solarium zu meiden.